Mittwoch, 12. August 2015

Im Flugzeug zurück nach Düsseldorf


Gebe mir nicht den Fisch, sondern zeige mir, wie du ihn fängst.

Samstag, 18. Juli 2015

18:41

So fliegt der Flieger Richtung Düsseldorf. Er kommt von Agadir mit den Erinnerungen, der schönsten Woche meines Lebens an Bord. Seit heute ist mir bewusst, was ich schon immer wusste, ich liebe die Menschen aber besonders, liebe ich die Armen unter Ihnen.


Und wenn man glaubt es gibt für einen Menschen nur einen Engel. Tja, da kann ich nur sagen, jeder Engel hat eine Familie. Ein Teil davon befindet sich im Himmel und der andere ist hier bei uns auf der Erde.


Wo soll ich anfangen. Einige Tage habe ich jetzt schon in Marokko verbracht. Mohammad hat mir gezeigt, wie wundervoll es ist, wenn man dienen darf und wenn man das noch für seine Familie tun kann.


Die letzten zwei Tage waren voller Herzlichkeiten. Die ersten, hoffe ich in diesem Lepi wieder zu finden. Im Moment sind sie verloren gegangen. Verloren gegangen und wiedergefunden in meinem Kopf. Denn in der Not können wir mehr, als wir für möglich halten. Hoffentlich werden Sie wiederkehren, es wäre zu schade, viele Erinnerungen sind am Besten sofort niedergeschrieben. Doch die Erinnerung kann mir keiner nehmen. Ganz viel Liebe wurde in mein Herz gepflanzt. Hoffentlich kann ich diese Liebe weitergeben,  ohne dass ich zu viel davon verliere.


So bitte ich euch um Entschuldigung, wenn ich mich wiederhole. Doch wie gesagt, im Moment finde ich mein Tagebuch im Lepi nicht und nur für alle Fälle, für die Fälle dass sie wirklich weg sind, schreibe ich alles auf, was mir hier im Flugzeug in frischer Erinnerung ist.


Wir fahren mit dem Bus von Essaouira nach Agadir und von dort in die Sahara. Wie sagt Mohammad, in meine City. Ich bin arm sagt er noch einmal, damit ich es nicht vergesse. Um 7.00 Uhr in der Früh, soll ich ihn wecken. Es ist nicht mehr viel Zeit zum Schlafen.  Immer wieder gehen mir seine Worte durch den Kopf. All das, hat er mir in meiner Fantasie schon einmal gezeigt. Damals war er ein anderer Mensch, doch er war sich so verblüffend ähnlich. Haha.  Er hat mir gezeigt, wie ich leben soll aber ich konnte es nicht umsetzen. Viel zu sehr war ich immer mit all den Dingen beschäftigt, die der Tag an Arbeit von mir verlangte. Die Familie kommt immer zu kurz. Damals sagte er, als er ging, so kann ich nicht leben. Ja, jetzt bekommen seine Worte immer mehr Bedeutung.


Das Alte ist so wunderschön. Wer so wohnen darf, muss, möchte,  sollte Geld bekommen um das Denkmal zu erhalten!











Zusammen, auf den Fußboden, um einen niedrigen Tisch zu sitzen. Das Essen zu teilen und zu reden. Regeln gibt es zu beachten. Nicht mit der linken Hand teilen, das bringt Unglück. Du brauchst kein Messer und keine Gabel. Den Löffel vielleicht, für Gussgus. Ansonsten nimmst du drei Finger deiner rechten Hand. Das Brot und andere Leckereien stehen auf den Tisch. Tee, Milch, Joghurt, Wasser am besten frisch, denn draußen ist es heiß. 40 Grad zeigt das Thermometer und im Haus, ist es auch nicht kühl.   Gegessen wird im Moment noch Nachts, denn es ist Ramadan. Ich versuche es aber ohne Trinken komme ich nicht zurecht. Manchmal lässt mich Mohammad durchschlafen. Ich habe es nicht gewagt dich zu wecken. Das ist schade, denn ich liebe das gemeinsame Essen sehr. Hättest du mich nicht fragen können. So wie am ersten Tag. Doch er sagt, er wollte mich nicht stören. Das ist wieder nett. Und ja, ich hätte ja auch sagen können, vergesse mich nicht zu wecken.


Manchmal tippt er die Worte in sein Nokia Handy ein. Bitte helfe mir. Er weiß genau, dass ich seine Hilfe brauche. Vielleicht möchte er wirklich mit mir leben aber so geht es auf keinen Fall. Er kann nicht leben wie wir, das hat er mir damals gesagt und ja, wieder sage ich,  heute gewinnen seine Worte an Bedeutung.
Wahrscheinlich stifte ich ein wenig Verwirrung mit ... vorher - nachher. Doch ich kann nicht anders und wer meine Geschichte kennt, der wird mich verstehen. Wer nicht, glaubt einfach an ein Wunder... ich tue es auch.

Doch zurück zu unserem Tag. Wir verlassen das Haus um 9.00 Uhr. Hier haben wir zwei Tage gelebt. Die Bilder die wir gemacht haben sprechen für sich.

Er trägt alles und wir laufen zum Bus, leider bekommen wir keine Plätze zusammen, doch es ist ok.
Nach ca. 3 Stunden Fahrt verlassen die ersten Menschen den Bus und wir können zusammen sitzen.

Habe ich erwähnt, dass ich ihn liebe. Ja, ich liebe Mohammad und jeden Tag, den wir zusammen verbringen wird er mir vertrauter. Er ist mir so nah, wirklich so nah wie ein Sohn oder ein geliebter Mensch, mit dem man schon sein ganzes Leben zusammen gelebt hat.

 Hier im Flugzeug spreche ich mit einer Frau. Sie sieht mich an und sieht meine Wehmut. Sie fragt nach meiner Reise und ob ich meine Liebe verlassen hätte und das eine oder andere. Eigentlich hätte ich sagen sollen, du bist mein Mann aber wir haben beschlossen, du bist mein Sohn. Warum nur. Wir kennen uns schon lange. Ja, Mohammad wir kennen uns schon lange und wir kennen uns schon lange persönlich. Das kann man nicht erklären, das kann man nur mit dem Herzen sehen, das verstehen nur Berber und das ist wegen ihrem Glauben, hast du gesagt. Vielleicht Mohammad, vielleicht verstehen uns mehr Menschen als du glaubst. Vielleicht?!


Und wieder tut es weh, wenn ich diese Zeilen schreibe. Warum tut es nur so weh?!

 Aber ich schweife ab. Der Bus findet seinen Bestimmungsort, wir steigen aus. Wieder nimmt er mich an die Hand. Die Leute auf der Straße sehen das verschiedene Paar. Ich überrage ihn um 3 cm und bin sicher das Doppelte. Ich bin strong, würde er sagen. Stark. Ja, das bin ich wohl aber er ist viel stärker.

Er trägt die ganze Weisheit dieser Welt in sich und ich möchte so gerne von ihm lernen.
Wie hat er gesagt. Ich möchte mich innerlich verändern und er möchte eine äußere Veränderung.
Was er an sich verändern möchte, weiß ich nicht.


Seine Liebe ist gestorben hat er mir vor Jahren gesagt. Wie lange ist das her. Moment. Wir schreiben das Jahr 2015 und wir haben uns kennen gelernt, ich glaube es war 2008 oder 2009. Es ist also schon eine ganze Zeit her. Genau erklären kann ich das jetzt nicht, weil ich es selbst noch nicht ganz verstehe aber mein Herz sagt mir. Du bist es und nie im Leben möchte ich dich wieder verlieren. Nie im Leben!


Er hat geschrieben, du wirst mich verlassen…. Meint er jetzt oder für immer. Ich hoffe er meint nur jetzt. Denn die Hoffnung ist alles was mir bleibt. Ich helfe dir, nein du hilfst mir und ein bisschen kann ich vielleicht dazu tun. Ein bisschen. Denn wenn  die Hoffnung zuletzt stirbt, dann stirbt sie nie.


Im Flugzeug zu heulen ist wirklich schrecklich aber was soll´s, diese Menschen sehe ich nie wieder.
So kullern mir die salzigen Tränen in den Mund und ich fange sie mit der Zunge auf. 
Im Geiste sehe ich mich an seiner Hand in seiner City, noch weiß ich nicht, dass es die schönsten zwei Tage meines bisherigen Lebens werden. Was sagte meine Glücksnuss. Sie werden dich lieben. Ja, merci, danke für eure Liebe.


Genau so ist es gemeint. SIE werden mich lieben. Sie schenken mir ihre Liebe, weil ich Mensch bin. Geben ist besser als nehmen. Das wissen diese Menschen. Darum sind sie glücklich, obwohl sie nichts, keine großen weltlichen Güter haben.

Geben ist besser. Irgend jemand hat mir mal gesagt, es war mein Tai Chi Lehrer, Meister Wang, wenn ich mich recht erinnere. Nehme Parfüm mit einem Zerstäuber und versuche etwas vom Duft auf einen anderen Menschen zu sprühen, ohne etwas davon mit zu bekommen. Genau so ist es. Psch, psch….Es geht nicht,  immer sprühst du auch etwas Duft auf dich.


Lachen muss ich. Die Stewardess  ist gerade durch die Reihen gegangen und ich habe Zigaretten für Stephan und Christoph gekauft. Darf ich ihre Zigaretten oben in das Fach legen. Yes plaese, sage ich. Haha und bemerke, dass ich auf Englisch geantwortet habe. Beim Einstieg in die Condor Boeing, sage ich, als die Stewardess  mich Willkommen heißt, MERCI. Hahah… ich bin ein Sprachgenie… lach… obwohl ich nur die einfachsten Worte kenne. Ich danke dir Abdullah, dass du mit mir Englisch gesprochen hast. Ich habe soviel gelernt von dir. So sehe ich ihn vor mir, die Hände zusammen genommen, so dass das berbische Zeichen von Gott zusammenkommt und sich bei Gott bedankend, dass ich seine englischen Worte verstehe. Denn eigentlich, kann er nicht gut Englisch und mein Englisch schlummert in den tiefsten Tiefen meines Gehirns. 





Nach der langen Fahrt stehen wir jetzt  in Mohammads City und er kauft Brot und Trinken für die Familie ein. Moment sagt er und lässt mich das erste Mal alleine stehen. Damit ich wohl weiß, wie sicher ich in dieser mir fremden Umgebung bin. Die Menschen hier sind nett, sagte er einmal. Du wirst viel Armut sehen, aber die Menschen sind die besten.


 So stehe ich mit meinem modernen Koffer in der Hitze, es werden wohl so um die 40 Grad sein. Gegessen habe ich nicht viel, aber getrunken. Er kommt zurück und führt mich wieder ein paar Schritte weiter. Dort geht er in einen Laden und kauft noch etwas, ich frage nach dem Milch Mix mit Avocado. Ich liebe dieses Getränk und er lacht. Geht zurück und kauft es sofort für mich. Er weiß wie sehr ich es liebe. Dann geht es mit dem Wüstentaxi weiter. Es sind noch 2 Stunden bis zu seiner Provinz Guelmim.

Und wir teilen die hintere Bank mit einem Freund von ihm. Die beiden unterhalten sich und ich sitze dazwischen. Aufmerksam verfolge ich die Unterhaltung. Ich kenne seine Art, wie er spricht und lacht. Wie er erzählt und seine Lippen bewegt. Mohammad du bist mir so vertraut und ich folge jedem Wort.. aber ich verstehe nichts. :) 

Die Fahrt dauert zwei Stunden, immer wieder zeigt er auf die Landschaft. Irgendwann verstehe ich, er meint die Bäume. Anfangs wusste ich nicht, wenn er das Wort Argan sagte, was er meinte. Jetzt weiß ich, es ist das Gold der Wüste. Eine Frucht aus der Öl gewonnen wird. So wie die Olive. Das Öl schmeckt leicht und kräftig. Es wird zu den Speisen gereicht und man tunkt sein Brot hinein. Ich liebe es, das Brot zu brechen, es in einen der Schälchen zu tunken, um es dann mit meinen drei Fingern der rechten Hand, in meinen Mund zu verstecken. Überhaupt liebe ich es, so zu Essen wie die Berber. Das Sitzen an einem Tisch mit Freunden, gefällt mir ja auch zuhause aber hier ist noch etwas intensiver. Ich habe das Gefühl, hier wird nur gegessen. Genau das sagt Mohamad. Wir essen hier immer. Seine Großmutter sagt, alles im Wechsel essen, trinken, arbeiten, schlafen - so muss es sein. Immer im Wechsel. Ja, die Frau spricht Recht.  Unvergesslich werden diese 1  1/2 Tage für mich bleiben. 2 Mal darf ich in dem Haus eines Freundes übernachten. Wenn ich es heute aus den Zimmern meines Gehirns hervorhole, erscheint es mir sehr unwirklich. So, als hätte ich das alles nur geträumt, doch das ist nicht möglich, dann ich habe ja die Fotos als Beweis.



Wir kommen mit dem Wüstentaxi in seine City an und der Weg führt über Schotter zu seinem Haus. Hier wurde  viel gearbeitet. Zwei Zimmer im Eingangsbereich sind neu und die Diele. Sie stehen im Rohbau. Daran vorbei kommen wir in den kleinen Innenhof. Rechts ist ein Waschraum und die Toilette. Alles ist peinlich sauber. Über einen kleinen Raum in dem ein Schrank und ein Kühlschrank steht, kommt man in das Schlafwohnesszimmer. Die Wände sind mit weißer Farbe gekalkt. Die Luft ist zu warm. Er zeigt mir die Wohnung. Ich begrüße seine bezaubernde Schwester Khadija. Khadija heißt die erste Frau Mohammads, sagt mir mein Freund. Eine wunderschöne Frau. Schwarze Haare im Nacken streng zusammengebunden. Ein rotes, langes Kleid mit weißen, großen Blüten trägt sie und ein wunderbares Lachen. Ich liebe Sie sofort und möchte meinen Blick nicht von ihr wenden. Sie zeigt mir das Haus. Hier ist ein Zimmer und dort schläft Großmutter. Vorsichtig gehe ich die Stufen hoch. Die Decke berührt fast meinen Kopf und ich beuge mich etwas vor. Die Wände sind dunkel und ohne Farbe. Auf den Stufen stehen noch Mörtelsäcke und es liegen Sachen dort. Meine Augen sehen Armut und ich versuche nicht richtig hinzusehen. Denn mein Herz würde viel zu traurig und die Angst, Sie könnte es merken, lässt mich oberflächlich sein. Oben auf dem Dach kann man die Zerstörung sehen, hat aber auch einen weiten Blick über das Land. Hier hat das Wasser ganze Arbeit geleistet. Die Häuser wurden zum Teil weg geschwemmt. Es ist mehr als traurig. Ja, ich werde Mohamad heiraten. Wenn er nicht mehr hier leben möchte, dann soll er zu mir kommen. Ich denke zwar, dass er hier glücklich ist aber er sieht es anders.


Manchmal glaube ich, er tut es nur für mich, weil ich seine Mutter bin aber ich habe es offensichtlich vergessen. Meine Seele ist wohl zu alt. Ja, ja wir sind ein bisschen verrückt. Doch wir lieben uns auf unsere ganz eigene Art.


 Dann sehe ich Sie. Seine Großmutter. Sie trägt einen grünen Schal um den kleinen  Kopf und einen Berber Rock. Der kleine Kopf passt, bei der Begrüßung, in meine Hände und Sie sagt immer wieder Merci, merci, merci… Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen. Ihre Stimme ist hell und klar. Sie ist so zart wie Mohamad und ich liebe Sie. Ich kann Sie gar nicht mehr los lassen. Wenn ich das jetzt hier schreibe, habe ich Tränen in den Augen, weil ich Ihre vor mir sehe und ich sehe die ganze Trauer ihrer Zeit auch wenn Sie lacht und immer wieder ihre gelernten Worte vorsagt. Ich sehe ihren Schmerz. Den Verlust, den Sie zu tragen hat. Was soll nur aus ihr werden, wenn Mohamad nach Deutschland kommt. Was wird aus dieser wunderbaren alten Frau, die heimlich ihren schlimmen Husten hat. Das ist wohl auch der Schmerz, der in ihrer Brust ist. Wer verwindet schon den Tot seines Kindes. Niemand auf dieser Welt. Meines war noch nicht geboren und trotz dem weiß ich, etwas zu tragen, unter dem Herzen und es später zu verlieren, es nicht oder nicht mehr in den Armen halten zu dürfen, das tut so weh, für immer.


Aber wir lachen und drücken uns, wie Menschen, die sich  immer schon kannten. Bitte bleibe noch, sagte Sie einmal. Ich habe die Worte verstanden, obwohl Sie nicht in meiner Sprache waren. Bitte bleibe noch eine Weile. Dann macht Sie mit ihren Händen eine flatter Bewegung und geht hoch und runter mit ihrer rechten Hand. Sie schüttelt den Kopf. Was soll ich machen, mein Flugzeug ist gebucht und ich kann nicht mehr bleiben. Selbst wenn ich wollte. Es ist ja keine Busfahrkarte, wo ich auch den nächsten nehmen könnte. Auch hat sich Christoph, mein Sohn, von zuhause gemeldet. Mama, wenn du wieder zuhause bist, müssen wir zum Arzt. Mein Fuß ist dick und meine Hand. Das schlechte Gewissen, die Jungs alleine gelassen zu haben und mich auf eine Reise zu begeben, obwohl unsere Kasse leer ist. Das ist es wohl, warum ich auch erst gar nicht den Versuch unternehme, noch ein bisschen bleiben zu können. Heute, wo ich diese Zeilen schreibe, weiß ich, mein Herz ist dort geblieben. Dort bei den Menschen. Ich sehe mich auf dem Stein sitzen und in die Ferne schauen. Einfach so. Es ist heiß und die Vögel singen. Nichts anderes kann die Ruhe stören und ich lausche. Lausche der Stille.


Bitte lasse uns hier sitzen und Rast machen. Sage ich zu den Brüdern, die mir die nähere Umgebung zeigen. Ich stecke in dem Kleid, das Mohamad mir geschenkt hat. Es hat die Farbe des Sandes aus Essaouira. Mein Kopf steckt in einen Berberhut und um den Schultern habe ich ein wunderbares weißes Tuch, ein Geschenk von Khadija. Ich bin der Zeit etwas verrückt und fühle mich wundervoll. Meine Füße stecken noch in den Schlappen, die ich für die Reise von meiner Freundin Klaudia bekommen habe. Sie  haben die Farbe, der Stickerei von meinem Tuch. Ein wunderschönes Türkis, so wie das Wasser, das von der Quelle aus den Weg entlang, von seinem Dorf in ein anderen Dorf fließt.








Jedes Dorf bekommt einen Tag das Wasser. So erklärt mir Mohamad. Es wird umgeleitet. Bekommt euer Dorf dafür Geld. Frage ich. Ja, sagt er. Und das macht mich zufrieden. Ein bisschen Gerechtigkeit sehe ich dann doch. Ich weiß, die Regierung könnte mehr für die Menschen, deren Häuser zerstört wurden und deren Familien nicht mehr vollständig sind, tun. Mohamads Mutter ist in den Fluten gestorben. Der Bus ist vom Weg abgekommen und die Wassermassen haben ihn mit der Strömung mitgenommen. Vierzehn Menschen sind in diesem Bus gestorben. Im letzten Jahr war das. Lieder wurden geschrieben. Eine CD habe ich von Abdullah seinem Bruder bekommen. Er selber hat Musik gemacht. Ist viel auf Hochzeiten gewesen. Doch jetzt, wo seine Mutter gestorben ist, da lässt er die Musik. Seiner Mutter zur Liebe. Sie mochte es nicht so sehr, dass er musizierte.

 Wir gehen den Weg und bald hören wir lautes Lachen. Junge Männer baden, in einem der gemauerten Becken, wo das Wasser der Quelle hineinfließt.
Es ist ein Spaß bei diesem Wetter. Immerhin ist es über 40 Grad warm. Mohamad spricht mit Ihnen, alle lachen, ich sage Ca va und wir gehen noch eine Weile.

Bald wollen wir zurück, weil wir noch mit dem Auto reisen möchten. Dieser Tag hat wundervoll begonnen und ich bin gespannt darauf, wie er weiter geht. Innerlich habe ich mich schon auf das Ende der Reise vorbereitet nicht wissend, das der Höhepunkt noch kommt. 7





















 So laufen wir den Weg zurück. Treffen in der Mitte auf den Mathematik Professor von Abdullah und unterhalten uns. Auch er kann Französisch besser als Englisch. So stehe ich mit meinen Vokabeln noch ganz gut da. Immerhin hatte ich die letzte Englischstunde vor 38 Jahren und ich muss zugeben, gelernt habe ich nicht mehr. Abdullah freut sich so sehr. Seine Augen strahlen. Er erzählt, dass er jetzt Englisch spricht und ist mächtig stolz. Ich höre gespannt zu. Begrüße die kleinen Töchter des Professors und bekomme Küsschen. Das machen die Kinder auf Wunsch der Eltern. Die Hand zu geben, ist viel zu wenig. Ich finde es schön und den Mädchen gefällt es auch mich zu küssen.


Wir haben uns verabschiedet, nicht ohne zu lachen und noch ein paar Mal den Blick nach hinten zu werfen, auf unserem Weg. Abdullah lacht, mein Professor spricht auch nicht gut Englisch, wie ich, sagt er. Immer wieder bedankt er sich, weil er ja jetzt Englisch spricht. Wegen mir. Das findet er so toll.

 Mohamad nimmt mich bei der Hand und läuft etwas schneller. Sein Bruder wartet. Wir wollen noch etwas unternehmen aber ich habe nicht verstanden was. Ich weiß nur, für Großmutter ist es zu schwierig diesen Weg zu gehen. Es ist zu heiß. Dann lasse ich mich überraschen.


Zu Hause angekommen setzen wir uns in den Wagen und fahren zum Dorf mit der reichsten Dattelzucht.
Mohamad und Casa gehen in die Mosche. Heute ist der letzte Tag Ramadan und das ist wichtig.

Abdullah lässt für mich das Beten und zeigt mir die Umgebung, er betet ein anderes Mal. Es ist wunderschön. Die kleinen Wege tragen rechts und links, Kopf hohe Mauern , aus rotem Lehm. Am oberen Ende der Mauer ragen die Blätter der Palmen heraus. Auf meine Frage, wozu das ist, sagt Abdullah, es ist Tradition. Das ist ein Wort, was sich so in mein Hirn eingeprägt hat, wie die Frucht Argan. Ja, die Tradition wird in diesem Land oder besser bei den Berbern noch groß geschrieben.

So gehen wir die Wege und ich staune über die Datteln in den Bäumen. Nichts ahnend welch ein wunderschöner Tag noch auf mich zu kommt. Im Moment der Hitze denke ich darüber nach, bei Großmutter zu sitzen. Die Männer hätten doch alleine in die Mosche fahren können. Doch ist es schön  Abdullahs leuchtente Augen zu sehen. Er freut sich immer mit mir und das macht mein Herz weit, auch wenn ich jetzt Mohammad vermisse. 


Unsere Fahrt geht bald weiter und wir fahren in die Western Sahara, es ist 40 Grad heiß und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich vor meinem geistigen Auge die Indianer und die Cowboys vorbei reiten. Nein, in Wirklichkeit  höre ich wie Sadik mir immer wieder sagt. Schau dort wird Marmor abgebaut, oder: schau das Dorf, oder wie so oft : dort Argan.  So gehen meine Blicke nach rechts und links und meine Hand verschwindet in Mohammeds Haaren. Er sitzt vorne neben Casa und hat seine Füße hoch im Auto abgelegt. Er schließt die Augen und genießt die kleinen Streicheleinheiten. Sobald ich aufhöre nimmt er meine Hand und ich nehme seine.


Irgendwann kommen wir an unser Ziel und steigen aus dem Auto. Das Auto hat eine Klimaanlage und beim Türe öffnen, kommt mir eine schwüle Hitze entgegen. Ich nehme meine Flasche Wasser und wir
gehen unseren Weg. Immer weiß ich noch nicht, dass ich  drei Kilometer steil in die Höhe laufen soll. Hoch oben ist eine Festung. Die sehe ich wohl. Doch nie und nimmer denke ich, dass wir diesen Berg erklimmen wollen.  Abdullah hat einen Hut auf wie ich und fast hätte ich ihn nicht wieder erkannt. Ich sage es und wir lachen.

 Hui, die Stunden im Flugzeug sind schnell vergangen und ich mache jetzt hier eine Pause.

Zuhause werde ich den Rest des Tages vervollständigen und dann noch den kleinen anderen Teil, bis zu meiner Abreise.

ARGAN

Bis später eure Oppi

Dienstag, 4. August 2015

Zweiter Tag Essaouria


Hatschi

Donnerstag, 16. Juli 2015

05:55

Al hamdo li llah… du stirbst für eine Minute aber der Motor des Lebens schaltet in einen höheren Gang. Danke dir mein Gott. So interpretiert Mohammad mein Nießen.

Wie wunderbar eine neue Kultur kennen zu lernen.

Wie wunderbar einen Menschen zu haben, der dir Gesundheit wünscht, wo es bei uns schon fast ein Makel ist. Es gehört nicht mehr zum guten Ton, jemanden eine gute Gesundheit zu wünschen. Aber das ist eine wunderbare Erklärung. Den Gang höher schalten und ab ins Leben. 


Ich beginne ihn zu lieben, aber ich sage nichts. Das ist meine Liebe. Sie gehört mir ganz alleine. Im Teilen möchte ich heute einmal ganz schlecht sein.


Wir haben lange geschlafen. Es war 13.00 Uhr. Ich habe das Zimmer mit dem eingebauten Schrank und meine Matratze ist etwas weicher. Das soll für mich besser sein, meint Mohammad. Ich schlafe tief und fest. Er hat wohl wieder einmal Recht. So sind wir nicht mehr nach Marakkesch, das Wort ist aus der Sprache der Berber und bedeutet, das Land Gottes,  gefahren und haben den Tag in dieser  schönen Wohnung, am Strand und auf dem Markt verbracht. Nach Marakkesch können wir fahren, wenn du uns noch einmal besuchst.










Die Menschen hier sind bunt, das habe ich erwähnt, doch sprach ich auch über die Armut. Ja.  Ab und an gibt Mohammad den Armen ein bisschen. Nicht viel denke ich aber angemessen. Er macht es freiwillig und manchmal auch auf Anfrage. Es zerreißt mir das Herz und ich könnte weinen, wenn ich die ganzen armen Menschen am Straßenrand sehe. Froh bin ich, dass das Geld nicht in meinen Händen ist. Ich könnte nicht vorbeigehen, mit dem Wissen die Taschen voller Geld zu haben. Ich kenne die Armut nicht so wie diese Menschen, ich bin mir jedoch der Schmerzen bewusst, die sie haben.


Armut ist keine Krankheit, aber wegen Armut krank zu werden, in unserer Zeit, ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen.

Es ist genug für alle da. Genug zu Essen, zu Trinken und genug Geld.

Ich bin der Meinung,  jeder Mensch, der nicht Arbeiten kann, braucht Hilfe. Ob er wegen Krankheit nicht Arbeiten kann oder weil er keine Arbeit bekommt. Die, die Arbeit haben, müssen teilen. So ist das. Das hat mit Faulheit wenig zu tun. Das ist Gerechtigkeit. Jeder sollte leisten dürfen was er kann, in einem Staat. Dazu gehört auch die Hausarbeit. Das Einkaufen, das Kochen und das Haushalten.  Kinder zu betreuen, natürlich an erster Stelle! Denn Kinder sind die Zukunft. Auf der ganzen Welt. Kinder hungern zu lassen, ist das schlimmste Verbrechen überhaupt!!! Mit verhungern meine ich nicht nur das Körperliche, sondern auch das Seelische. Immer sollte man das Innen und das Außen sehen. Da halte ich mich ganz an den chinesischen Glauben. In einem anderen Glauben habe ich es noch nicht kennen gelernt. Vergesst euren falschen Stolz und kümmert euch um die Armen dieser Welt. Wenn sich jeder Mensch um einen anderen kümmert, in Liebe, wären wir einen Schritt weiter in eine gute Zukunft.



Doch zu meinem Tag. Es war herrlich. Das Wetter war bedeckt. Für mich wunderschön, für Mohammed mal wieder frisch, haha. 

So schleichen wir durch den Basar, der vollgestopft ist mit Menschen. Fuß vor Fuß an seiner Hand folge ich ihm. Nicht wie seine Mutter, sondern wie seine Tochter halte ich mich feste fest.


Eine kleine Kutschfahrt machen wir und ich setze mich in die Reihe zusammen mit einer Frau und einen Mann. Sitzen ist vielleicht zuviel gesagt. Mein Po hat nicht genug Platz und ich versuche es auf einer Backe auszuhalten oder zu halten, mein Gewicht. So halte ich mich ein bisschen an der Stange, an der der Himmel befestigt ist (von der Kutsche…haha) neben Mohammad fest. Er zeigt auf sein Knie und ich lege dort meine Hand hin. Es ist wunderschön als Mutter, Tochter und Frau, einen Sohn mehr zu haben zumal ich noch einen Sohn hätte, der gerade in seinem Alter wäre.


Am Abend essen wir die Reste. Wir schauen ein bisschen Fußball auf den Lepi und Mohammad bekommt von mir eine Massage. Traditionell Chinesisch, das tut ihm gut.



Morgen fahren wir um 7.00 Uhr in seine Provinz. Ich freue mich auf seine Großmutter, er sagt Sie ist ein bisschen crazy  und seine Familie, meine Familie. Ich hoffe sie lieben mich. Was ziehe ich nur an… es wird heiß.


Was sagt euch dieses Bild? Ich hoffe das gleiche wie mir.








Heute bin ich sicher und voller Hoffnung,
denn ich habe dich wieder gefunden,
obwohl ich dich nie verloren habe.
Liebe die du bist
Mich nie verlässt...
Keine Angst
Niemals mehr
Denn es ist wie es ist
Immer wieder
Du

Darum sage ich dir:
Glaube es, es wird wahr
Immer ist es da
Immer in deiner Nähe
Keine Angst
Kein Weinen
Es ist die Wahrheit
Immer
Auch wenn du denkst es ist ein Traum.
Drum fürchte dich nicht vor dem Tag
Denn es ist bei dir
In aller Ewigkeit.
Zukunft und Vergangenheit verschmelzen.
Wie Wunderbar.
opp

Montag, 3. August 2015

Essaouira


Wir sind in Essaouira

Dienstag, 14. Juli 2015

23:59

Er testet meine Intelligenz


Das kenne ich doch. Manchmal denke ich, ich bin in dem Film, zurück in die Zukunft.  Er hat mir gezeigt, was in der Zukunft passiert. Aber warum?! Weil er es verhindern oder verbessern wollte. Was haben wir falsch gemacht.


Jetzt könnt ihr meine Gedankengänge nicht nachvollziehen. Das ist auch nicht so einfach zu erklären. Lasst euch nur so viel sagen. Ein Mensch ist von mir gegangen, er war geheimnisvoll und immer habe ich geglaubt, wenn es an der Zeit war, das er um 20,00 Uhr sein Telefon nahm und sagte, ich muss jetzt mit meinem Vater sprechen. Anders geht es nicht. Mein Vater besteht darauf. Da habe ich gedacht, er spricht mit Gott. Verrückt, ich weiß. Manchmal sind meine Gedanken ein bisschen abgehoben. Manchmal glaube ich an Engel, , manchmal glaube ich an meinen Engel. 


Doch das, was ich gerade wieder erlebe, das ist so unwirklich. Ich gerade neben Mohammed und ich bin mit dem Flugzeug nach Marokko geflogen. Alles ist wirklich. Also altes Mädchen, bleibe mal auf dem Teppich. Tolle Worte, im Orient. 


Dann wieder, wenn er sein Telefon nimmt und mit der Tastatur die Wörter schreibt, oder einen Anruf erledigt. Dann ist es, als wäre ich wieder im Jahr 2010  und ich lerne Ahmad kennen. Wisst ihr, dass Mohammad und Ahmad der gleiche Name ist. Ich wusste es nicht.


Die Frage, ob ich in der Vergangenheit etwas falsch gemacht habe, kann ich im Moment noch nicht überdenken. Vielleicht ist es bereits zu spät. Vielleicht machen wir den gleichen Fehler. Fehler macht man bekanntlich ja immer zwei, drei Mal. Vielleicht haben wir den Fehler aber auch schon so oft gemacht, dass uns die Zukunft eingeholt hat und jetzt endlich etwas passieren muss, damit es richtig läuft für die Menschheit. Aber was? Wir haben nur noch zwei Tage Zeit es zu bemerken. Meine Träume müssen mir die Wahrheit sagen. Aber ich habe meinen Traum vergessen. Wie war das? Gehen Sie, stellen Sie sich in der Reihe an, Sie haben ja alles versucht.


Gedanken, Gedanken, Gedanken immer wieder werde ich eingeholt von meinen Gedanken. Kennt ihr das. Es führt zu nichts. Zu überhaupt nichts. Es verunsichert nur. So versuche ich meine Gedanken um das Jetzt und Hier kreisen zu lassen. Denn hier und jetzt ist es wunderbar.


So gibt es in Essouria, "die Wohlgeplante" heißt die Übersetzung,  eine wunderbare, von Befestigungsmauern umgürtet Medina, alles schön gleichmäßig, nichts sieht zufällig aus. Der schönste Ort an Marokkos Atlantikküste, meint Mohammad. Ja, so ist es wohl. Die Medina ist vollständig erhalten und aus dem späten 18 Jh.s. Sie wurde 2001 in die Liste der Unesco-Weltkulturgüter aufgenommen. Hier sind Künstler und Musiker.  Die Häuser haben einen gekalkten Anstrich und als wir durch das Tor, von der Stelle, wo die Bote liegen und die Fische verkauft werden gehen, kann ich es nicht verhindern, dass ich ein WOW laut ausspreche.




Die Sonne zaubert einen Glanz auf das Meer und auf die weißen Häuser, die sich auf der Halbinsel erheben. Die Möwen drehen ihre Runden, über der Mauer. Hier möchten sie etwas von dem Fischfang der Männer abbekommen, die die Fische säubern und sortieren. Ein fantastischer Anblick. Die Nase ist zugegeben etwas beleidigt aber der Anblick… wie gesagt WOW … macht alles wieder gut. An der Mauer liegen die Katzen und schlafen. Selten habe ich so viele Katzen gesehen hier in Marokko.  Nun, da wo das Leben besser möglich ist, da  tummelt sich alles. Das ist für den Mensch so und für das Tier.



Mohammad stellt sich mitten in den Möwenflug. Es sieht toll aus. Meine Kamera kann es gar nicht so gut einfangen, wie mein Auge es sieht. Ein Bild ist wunderbar und ich muss lachen. Ein Kuss für Mohammad. DANKE Möwe.




So führt mich Mohammad durch die Straßen. Wir biegen ab und betreten eine kleine Galerie. Ähnlich wie zuhause bei Elisa Blumensaat.  Ein Bild gefällt mir besonders und wenn ich 150,00 Euro über hätte, dann würde ich es mir kaufen.

Nun, jetzt habe ich die Karte des Künstlers in meiner Tasche und seine Freundschaft über Facebook. Wir werden sehen. Vielleicht hängt dieses Bild eines Tages neben meinen Bildern. Wer weiß.




Weiter gehen wir durch die Tunnel der Stadt und es ist schattig. Das tut gut, denn die Hitze des Tages ist enorm.  Mohammad zeigt nach oben… "So", "so ist es in meiner Stadt." Er ist Berber, habe ich das erwähnt. Er bereitet mich vor. Schnell mache ich ein Bild. Es gefällt mir. Wie hat er einmal zu mir gesagt, ich liebe die Armen. Armut ist manchmal wunderschön, weil es so viel Liebe zum Detail hat.

Da wird nichts hinter Putz versteckt. Da sieht man, was der Bauherr mit seinen Händen bearbeitet hat.

Wir gehen durch die kleinen Gassen und wir erreicht eine Straße, in deren das Handwerk wohnt.

Hier ist alles sauber und ordentlich. Die Holz arbeiten stehen poliert zum Verkauf in Regalen. Ein Teil ist schöner als das andere. Möchtest du etwas, fragt er mich. Ich liebe alles, entscheide mich aber für eine kleine Kugel, die schimmert wie cognacfarbener Marmor.  In ihr hätte ein Ring Platz oder wie gerade jetzt, ein kleine silberne Münze. Berühmt ist Essouira  auch wegen seiner Kunsttischlerarbeiten aus Thujaholz. Auch Fischerboote werden hier daraus gebaut.







So viele Menschen sind unterwegs. Hier eine Straße mit Teppichen, eine mit Keramik, mit Metallarbeiten. Kleine Türme aus Gewürzen. Schau sagt er und zeigt mit dem Finger auf bunte Türme aus Gewürzen, wie bei dir im Reiseführer. Meine Augen nehmen das bunte Treiben auf und meine Kamera darf schlafen, die Speicherkarte ist voll.  


Wir wollen noch etwas einkaufen und er geht in die Suppenküche und kauft Suppe. Das ist so, als würden wir zu Hause  Pommes und Currywurst kaufen. Wir müssen um die Obstkarren herum und einige Stufen hoch laufen. Dann bekommt er die Suppe in einer Plastiktüte gereicht. Warum eigentlich nicht. Lach. Ich stehe und blicke auf das Treiben um mich herum. Zwischen den Karren mit Obst und Gemüse sitzen Händler mit Gewürzen. Alles duftet orientalisch. In den Häusern werden kleine Kuchen gebacken, die man zur Suppe isst. Es gibt Brot und, und, und. Es gibt auch sehr, sehr arme Menschen dazwischen und hin und wieder spricht Mohammad jemand an und ich sehe wie ein Silberstück den Besitzer wechselt. Ich bin dankbar dafür und tue so, als hätte ich es nicht gesehen. Solche Armut zeigt mir, welch wunderbares Leben ich führe.



Wir gehen nach Hause und ich glaube er testet, ob ich den Weg zurück finde.


Wie müssten abbiegen, aber er geht geradeaus weiter. Dann kauft er, bei einem Straßenhändler, noch ein paar Datteln für das Abendessen. Also war es wohl so gewollt. Doch fragt er nach dem Weg und der Junge, der bei dem Händler steht, führt uns ein bisschen. Ich kenne den Weg, sage aber nichts. Frage mich nicht warum. Irgendwie glaube ich, er weiß genau, dass ich den Weg kenne.

Manchmal muss man einfach sein Wissen für sich behalten, lerne ich daraus. Manchmal muss man den Weg alleine finden, ohne dass irgend jemand kommt und sagt, hier geht es lang. Manchmal darf man den Weg nur begleiten.


So gehen wir in unsere Wohnung. Sie ist wirklich toll.


Zwei Schlafräume und einen Raum für die Unterhaltung, dort betet Mohammad.


Ich kenne sein Glaubensbekenntnis. Ashabu alla ilaha illa allah, wa ashadu anna Muhammed ar-rasool Allah. Das heißt: Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, außer den einen Gott und ich bezeuge, dass Muhammed sein Bote ist.

Die fünf Säulen habe ich einmal mit Ahmad malen dürfen. Ein riesiges Bild.

Jeder Muslim hat in seinem Leben fünf Pflichten zu beachten, auf dem Bild oder der Schrift sind diese wie kleine Fähnchen:


Das Glaubensbekenntnis, Täglich fünfmaliges Gebet, Almosensteuer, Fastengebot, Pilgerfahrt nach Mekka.



Dann gibt es einen großen Aufenthaltsraum und eine Küche. Ein kleines Bad.

Französische Toilette… was solls. Alles ist super schön. Ich fühle mich wohl.


Um nur einen Tag zu bleiben, ist es eigentlich viel zu schade, so sind meine Gedanken. Als könnte er diese lesen, fragt er, ob wir noch einen zweiten Tag bleiben sollen. Gerne würde ich mehr sehen, aber Eile ist nicht nötig, wir müssen nicht nach Marrakech, hier ist es sehr schön.


Er erzählt mir von den Dünen von Cap Sim und das hier viele Wüstenfilme gedreht wurden. Die Mumie zum Beispiel. Wir holen meinen Lepi und er zeigt mir noch dies und das. Das Marokko auch andere Seiten hat. Sogar eine kleine Schweiz. Ich staune nicht schlecht, dann schauen wir Bilder.


Später bereitet er den Fisch zu, den er gekauft hat. Ich darf zusehen. Alles wird fein säuberlich in der Tajine, das ist ein spezieller Topf für Eintöpfe, zubereitet. Es schmeckt wunderbar.
 Es wird ein schöner Abend.

Nach dem Essen reden wir viel über Gott. Wir reden über seine diesjährig verstorbene Mutter, sie liebte Tierfilme und verfolgte in seinem Reden einen weisen Mann Muhammad. Wir reden über die Ehe und über den Koran. Er nimmt sein Handy für die Übersetzung ins Deutsche zur Hilfe. Damit ich es besser verstehe.  Der Lepi zeigt mir einen Vortrag, von diesem Weisen. Ein langer, langer Abend. Tiefe Gespräche und viele Fragen. Er sagt, wenn ich die deutsche Sprache kann, dann erzähle ich dir mehr. Wir haben ein Sprachproblem. Habe ich das schon gesagt.


Jetzt bin ich müde und habe noch so viel zu erzählen. Aber die Worte sind in meinem Kopf und ich werde noch alles niederschreiben, so lange es frisch ist.



Gute Nacht.

Zweiter Tag Agadir


So war es nicht geplant

Dienstag, 14. Juli 2015

08:56

Der Tag beginnt mit Kopfschmerzen, doch habe ich wunderbar geschlafen. Der Kaffee fehlt mir. Es ist der Entzug, das ist wohl klar. Giftstoffe werden dem Körper entzogen und er reagiert mit Kopfweh.

Es ist sieben Uhr und ich lasse den gestrigen Tag noch einmal  an meinem Auge vorbeiziehen.

Eigentlich wollten wir weiter nach Essaouria, doch hat es sich verschoben. Es ist Ramadan und heute ist ein ganz besonderer Tag. Es ist die Nacht des Bethens. So gehen die Männer in den späten  Morgenstunden einen Akku fürs Internet kaufen, ich bleibe zu Hause und schlafe noch eine Runde. Das ist gut für meinen Körper, der ein bisschen durcheinander ist.

Ramadan heißt nichts zu essen und zu trinken.  Ich trinke und esse anders, wenn du eine Medizin nehmen musst, darfst du eine Ausnahme machen. So heißt es.


Am Nachmittag geht Mohammad mit mir auf den Markt.  Auf den Weg dort hin nimmt mich Mohammad bei der Hand. Wir sind ein ungleiches Paar. Er hat ein wunderschönes Gesicht. Tiefschwarze Augen eine ordentliche Nase ohne Buckel und einen wunderschönen Mund. Die Zähne brauchten einen Arzt, doch es ist noch nicht so schlimm. Wenn er lacht sieht man es nicht so fort und ein Arzt bekommt es wieder hin, dass eine wunderbare Zahnreihe erscheint. Als wir darüber reden, schreibt er in sein Handy "Waffenstillstand" lach. So kann man etwas unangenehmes auch beenden. Ich finde die Art gut und muss lachen. Sofort ändere ich das Thema, damit er auch wieder lachen kann.
 Er ist klein. Er sagt, er misst 165, doch weil er so dünn ist, erscheint er kleiner. Auf seiner Haut ist kein Gramm Fett, doch wenn ich seinen Arm oder seine Hand halte, bemerke ich es nicht.

Er hat kleine Füße. Trägt Größe 35. So ist er im März geboren und diese Menschen sind klein. Das habe ich ihm am Abend gesagt. Meine Schwester ist klein, sie ist im gleichen Monat geboren. Napoleon und viele berühmte Persönlichkeiten sind klein. Das hat nichts mit der Größe zu tun.

 Ich dagegen bin 167 und überrage ihn ein kleines Stück. Frau trägt ja schließlich Schuhe. Lach. Das wäre nicht weiter schlimm, aber ich bin bestimmt das doppelte an Gewicht, wenn nicht noch mehr, ich bin ein Mensch. Dann bin ich blond, habe lange Haare und helle grüne Augen. Auch bin ich 32 Jahre älter als er. Wir ziehen die Blicke der Menschen auf uns und er findet es nicht besonders gut.

Die Menschen hier in Marokko haben nichts anderes zu tun, als zu glotzen, sagt er und verdreht die Augen, dabei schüttelt er den Kopf. Ich bemerke das gar nicht, weil es mich nicht weiter stört. Ich glaube, er hat eine sehr empfindliche Seele.

Glaubt mir, ich komme aus den Staunen nicht mehr heraus. Das kann man wirklich Markt nennen. Wir kaufen traditionelles Parfüm bei einer Berberin. Sie hat eine große Decke ausgebreitet zwischen den Läden, in denen Gewürze angeboten werden. Es ist ein riesiger Markt.  Überall wird man von dem orientalischen Angebot gefangen genommen. Von der Decke hängen bunte Gewänder und Kristallleuchter, in den Vitrinen glitzert der Schmuck. Später kaufen wir bei einem Händler traditionelle Düfte und ein grobkörniges Pulver für das Feuer. Es ist ein Duft zum Verbrennen. Das ist gut für die Luft zum Atmen. Der Händler schmeißt etwas von seiner Wahre in ein kleines Feuer und wedelt mit der Hand, sodass der Qualm in meine Nase steigt.  Es ist mehr als eine Art von Räucherstäbchen, es befreit meine Nase und ich merke, wie es meinen Kopf frei schaufelt, in Windeseile.

 Es lebt der ORIENT. Die Frauen tragen bunte Stoffe und stehen in keiner Konkurrenz mit den leuchtenden und bunten Dingen in den kleinen Geschäften. Gold und Silber und glitzernde Lampen zaubern Punkte in Ihren dunklen Augen. Manchmal sind auch nur diese zu sehen, denn alles andere ist gut verhüllt und unsichtbar für Männerblicke. Besonders zur Zeit des Ramadan darf der Mann keine andere Frau ansehen. Das ist verboten.

Mohammed kauft mir auch  traditionelle Schminke von einer Berber Frau. Es ist Natur und besteht aus einem gemahlenen Stein. Eine Marktlücke finde ich. Die Frauen heute suchen natürliche Schminke. Du brauchst es nicht abwaschen und es hat einen angenehmen Duft. Zum Auftragen hat man kleine bunte Gefäße, in denen ein Holzstäbchen steckt. So sieht es auch noch sehr hübsch aus. Ich habe mich auf jeden Fall sofort verliebt.

Ich erkenne viele Parallelen, zwischen dem Menschen, den ich einmal geliebt habe und Mohammed. Die Art wie er die Stimme erhebt und  der Klang. Wie er sein Gesicht bewegt beim Sprechen und diese Lippen. Auch die Art zu Laufen erinnert mich. Dann merke ich, dass er mich genau so von der Seite anzusehen pflegt. Es schmerzt und ist doch schön. Mein Engel. 


Es ist eine große Verantwortung, die ich für diesen Menschen übernehmen soll. Ich weine, wenn ich daran denke, dass ich ihn aus seiner Tradition reiße, denn Sie ist sein Leben. Sie ist alles, was er im Moment hat. Er ist arm und ohne Eltern. Ich glaube, wenn eine Mutter stirbt, fühlt man sich furchtbar alleine.  Jetzt kann ich es nicht verhindern, wenn die Welt und Gott mir gnädig ist, dann werde ich zu erst sterben und dann verliert er seine Mutter ein zweites Mal. Der Gedanke daran, lässt wieder Tränen über meinem Gesicht rollen.

So gehen wir über den Basar und er ist wirklich glücklich. So fühlt es sich in meiner Hand an. Wir kaufen Obst für den Obstsalat ein und er handelt. 8 Euro geben wir für das Essen und meine traditionellen Geschenke aus. Er wird gut Haushalten aber es ist nicht einfach, mit einer Europäerin an seiner Seite. Ich werde zum Goliat sagt er einmal, weil ein Händler ihn offensichtlich über den Tisch ziehen möchte.


 In einer Ecke kann man Fleisch kaufen und dann wieder Brot und Pfannkuchen. Überall riecht es wunderbar nach Parfüm, Gewürzen und Obst. Er kauft gepressten Orangensaft, für den Obstsalat, den er am Abend für mich bereitet. Er handelt und der Verkäufer lässt etwas aus der Flasche wieder in eine Schüssel zurück regnen. Für das Geld, was er gibt, bekommt er nicht die volle Flasche, doch ich erkenne, der Handel ist perfekt, auch wenn ich kein Wort verstehe.

So gehen wir noch eine Runde über den Markt und dann geht es nach Hause. Ab und an fragt er nach dem Weg. Ich hätte es mir nicht merken können. Aber er ist gut im Navigieren. Darüber freue ich mich und laufe tapfer mit. Natürlich können wir nicht jeden Weg zu Fuß machen und ab und an fahren wir mit dem Taxi. Das ist hier nicht so teuer und es liegt in unserem Ermessen.




Am Abend bereitet er mir seinen wunderbaren Obstsalat. Er ist nur für mich und liegt ein bisschen auf Eis, sodass  die Früchte angenehm kühl sind und der Saft sich leicht kristallisiert hat. Es schmeckt so wunderbar. Er würde gerne in Deutschland Obstsalat verkaufen. Es ist ein besonderes Rezept. Dem stimme ich zu, es schmeckt wirklich hervorragend.

 Morgen  fahren wir weiter und wir müssen uns von seinen Freunden und seinem Bruder verabschieden. Schade, ich habe mich schon so an diese Gesellschaft gewöhnt. Wunderbarere Menschen
.  

Donnerstag, 30. Juli 2015

Marokko


Heute ist mein zweiter Tag in Marokko

Sonntag, 12. Juli 2015

10:49

Guten Morgen Marokko, guten Morgen Mohammad.


Bjenvenue, Willkommen …. Zukunft und Vergangheit verschmelzen



Die Aufregung ist groß, denn ich fliege das erste Mal alleine in ein fremdes Land. Nun, ja… nicht so ganz. Zu der Zeit, als  ich mit Christoph schwanger war. Da bin ich alleine zur Türkei mit dem Flugzeug geflogen, mit dem Bus und mit dem Taxi über die Dörfer gefahren. Doch damals, war mir mein Ziel bekannt und dort angekommen, erwartete mich meine Familie.


Gestern war es anders. Nun, nicht so ganz. Meine Familie erwartete mich auch. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich es noch nicht. Gerade in dem Moment war das Ziel ungewiss und nun ja, ein Abenteuer ist es noch heute.

Mohammad habe ich durch das Internet, genauer durch Facebook kennen gelernt.

Eine Reise ins Ungewisse. So habe ich es nicht vielen erzählt, denn das Für und Wieder wollte ich ganz alleine abstecken. Meine Verantwortung, mein Leben. Tief in mir wusste ich, genau so muss es sein.


Die Reise beginnt am  Bahnhof Düsseldorf Flughafen. Es führt eine Schwebebahn, direkt in das Flughafengebäude hinein. Das kenne ich von China. Es ist aufregend.

Da ich nicht weiß, wo und wie ich alles finde,  bin ich bereits 4 Stunden, statt der gewünschten 2 Stunden früher an meinem Schalter, der Condor Fluggesellschaft und ein Flugbegleiter führt mich fast in den Wahnsinn. Alles läuft ab wie in einem Film. In diesem, bin ich an der Himmelspforte und Petrus ist verwirrt, weil ich viel zu früh anklopfe. So soll ich mir eine Ticket ausdrucken lassen, doch der Terminal findet meinen Namen nicht.


 Ich irre von einem PC zum anderen, gebe hier  meinen Namen ein, am anderen meine Flugnummer, beim Dritten lasse ich den Vornamen weg, nichts geht. Zwischendurch suchen meine Augen immer wieder Petrus. Der das zu wissen scheint und absichtlich immer, wenn ich schaue, anderen Menschen in die Reihe des Schalters hilft, an dem es die Eintrittskarte für den Himmel gibt.  Verzweifelt wende ich mich noch einmal an den Kahlköpfigen Mann, der mich wirklich irgendwie nicht sehen will. Hallo, ich muss Sie bitten mir noch einmal zu helfen, ich kann mein Ticket nicht drucken lassen, sage ich ihm. Er packt mich am Arm, führt mich und meinen rollenden Koffer, einmal in die Runde und sagt...


Dann gehen Sie hier, Sie haben ja alles versucht. Ich gehe mit meinem Koffer… aber wohin? Habt ihr euch schon einmal im Kreis bewegt, ja?! Dann wisst ihr, dass ihr genau dort steht, wo ihr angefangen habt. Trotzdem muss ich  den Koffer abgeben, denn mit dem Koffer kann ich nicht durch den Zoll und so stelle mich an die lange Menschenschlange vom Schalter 20 an. Dort geht es Richtung Fuerteventura,  ich möchte nach Agadir, was soll´s. Es  ist zum Heulen,  ich bleibe stehen  und versuche nicht mehr darüber nachzudenken. Wenn Petrus sagt, ich soll mich hier anstellen, dann wird es schon richtig sein. Und es war richtig. Lach!


Der Mann, der das begehrte Ticket herausgibt, nimmt mein Zettel und gibt meine Daten in den Computer. Alles OK sagt er und ich stelle mein Gepäck auf das Laufband. So ist es gut. Ich bekomme meine Karte zum Check in, und suche mir den Eingang A Nr. 88. Mein Check in, für den direkten Weg, in den Himmel.

Nach drei Stunden sitze ich an meinem Fensterplatz im Flugzeug, wir fliegen Richtung Maroc. 


Ich freue mich und hoffe am Flughafen steht Mohammad und holt mich ab.

Die Flugzeit dauert 5 Stunden und neben mir sitzt ein Herr, der seine Maske fallen lässt. Er spricht mit mir.  Beim Ausfüllen der Unterlagen für den Zoll, möchte  er auf seine  Karte schreiben, er sei ein Arsch. Er lacht. Keine Ahnung was er mir damit sagen will.  Ich sage nein, nicht schreiben und schüttle mit dem Kopf, um meinen Worten Bedeutung zu geben. Dann  nehme ich ihm seinen Stift aus seiner Hand Ich fülle meine Karte aus und schreibe die Adresse von Mohammad als Ziel hinein. Dann lese ich in meinem Buch. Gute Geister, heißt der Titel. Noch weiß ich nicht, dass mich mein Weg genau dort hin führt.

Am Ziel angekommen, gehe ich durch den Zoll. Ich gebe meine Karte und meinen neuen Pass ab, alles ist prima.

Mein Koffer ist der erste auf dem Laufband. Ich nehme ihn und gehe zum Ausgang.
Hier sehe ich bereits Mohammed mit seinem Freund stehen. Ich erkenne ihn sofort. Er braucht keinen Zettel mit meinem Namen hoch halten, obwohl er ihn vorbereitet hat.

Wir drücken uns und er nimmt meinen Koffer. Seine Augen strahlen. Das gibt es nicht oft, sagt er mir irgendwann, das gibt es nicht oft, dass wir Besuch aus Deutschland bekommen.  Dann gibt er mir seine Brille und zeigt auf die Sonne. Ich kenne diese Brille. Irgendwie habe ich das Gefühl alles bereits schon einmal erlebt zu haben. Kennt ihr das? Das ist Sicherheit. Das ist das Gefühl von Sicherheit. Alles ist gut so wie es ist, denn ich kenne den Weg.

Ihr wisst ja noch gar nicht, dass wir ein Sprachproblem haben. Haha. Deswegen ist zeigen erlaubt. :)


Er handelt, für ein Taxi Richtung Agadir. Hier bekomme ich eine Wohnung. Alles organisiert er, ich brauche mir keine Gedanken machen. 

Die Häuser sind alle neu und in meiner Wohnung gibt es zwei Schlafräume. Den für seinen Freund und sich. Einen für mich. Meiner hat einen Schrank und ein Doppelbett. Es gibt eine Küche, in der ich nicht kochen muss. Wir haben noch ein Bad und ein Wohnzimmer. Alles perfekt.

Bald lerne ich einen Teil meiner neuen Familie kennen. Seinen Bruder.




Wie sagt Julia Engelmann. Komm lass uns Reisen. Lass uns Geschichten schreiben. Solange wir jung sind. :) Ich freue mich auf morgen. Gute Nacht.



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